Letzten Sonntag habe ich mein Auto vollgeladen und bin nach Brüssel gefahren. Die Fahrt war gar kein Problem, obwohl ich nach einer Party erst spät losgekommen war. Und ich hätte auch die Winterreifen nicht gebraucht, die meine Paranoia mich noch in der Woche zuvor hat aufziehen lassen, nur in den Niederlanden, die ich auf der Reise zum ersten Mal betreten habe, lag etwas Schnee. (Der Reifenwechsel hatte den positiven Nebeneffekt, das ich unkompliziert TÜV für weitere zwei Jahre bekommen habe, aber das ist eine andere Geschichte.)
Die erste Nacht habe ich bei meinem Kumpel und Chef in Brüssel übernachtet. Brüssel hat etwa 1 Mio. Einwohner und besteht nicht aus Stadtteilen, sondern aus relativ eigenstädigen Gemeinden, die gar nicht so weit auseinander liegen. Die Gemeinde Brüssel als Zentrum ist also relativ leicht zu erreichen von den anderen Gemeinden aus.
Montags bin ich zum ersten Mal in die Stadt Louvain-la-Neuve (Neu-Louvain, abgekürzt LLN) gefahren, in der sich meine Arbeitsstelle befindet. Das Zentrum von LLN besteht aus einer riesigen Konstruktion von zusammenhängenden Universitätsgebäden mit einer Fußgängerzone dazwischen und Parkpl&atzen darunter. Die Stadt ist also quasi eine Erweiterung des Campus' der Université Catholique de Louvain. Umgekehrt bedeutet das, dass es auf dem Campus quasi alles gibt: viele Restaurants, einen Bahnhof, die Kommunalverwaltung, Buchhandlungen, ein Multiplexkino, ein Hotel, etc.
Trying to get more personal every day.
Sonntag, März 13, 2005
Dienstag, März 01, 2005
Jon Barger ist zurück mit seinem robot wisdom weblog, einem der ersten Weblogs überhaupt. Barger hat den Begriff Weblog geprägt. Sein Weblog ist ohne viel Gesülze oder RSS, aber tonnenweise interessante Links.
Donnerstag, Februar 17, 2005
Ich habe gestern in Brüssel zugesagt. Ist nicht nur "Europäische Hauptstadt" sondern auch eine richtige. Und eine Stadt, für die es eine Craigslist gibt, kann so verkehrt nicht sein...
Mittwoch, Februar 09, 2005
Ich bin ja eigentlich eine kölsche Jung. Dieses Jahr habe ich es gerade so geschafft, vor und nach Karneval in der Hauptstadt der guten Laune zu sein. In den letzten Jahren habe ich es nur einmal zu Karneval geschafft. Die von Kuzmany in seinem taz-Artikel Früher oder später kriegt er Dich beschriebene Trunkenheit und Aussicht auf Geschlechtsverkehr konnten mich damals jedoch kaum dazu bringen, die Musik und allgemeine Stimmung zu ertragen. Ich empfand wohl auch die Aussicht als zu gering...
Montag, Januar 10, 2005
Die sind wenigstens ehrlich:
Sie sind die „gesunde Wunderkind-Mischung“ aus kreativem, ideenreichem Individualisten, der logisch denkt, teamorientiert arbeiten und Kritik vertragen kann, flexibel und belastbar sowie bereit ist, ständig Neues zu lernen.
Sie sind die „gesunde Wunderkind-Mischung“ aus kreativem, ideenreichem Individualisten, der logisch denkt, teamorientiert arbeiten und Kritik vertragen kann, flexibel und belastbar sowie bereit ist, ständig Neues zu lernen.
Freitag, Januar 07, 2005
Adam Green : Beck Hansen - 1:0: "Beck hat eine Zeit lang ständig versucht, mich da hinzuschleppen. Er ließ nicht locker, also tat ich ihm den Gefallen und bin in die Kirche von Scientology gegangen. Dort habe ich gemerkt, dass ich wohl wirklich nicht religiös bin." (Aus einem Interview mit der taz.)
Freitag, Dezember 17, 2004
"Das Problem sind die trübseligen Gesichter in der Straßenbahn" sagt die Autorin eines taz-Artikels über Magdeburg und hat man von mir so ähnlich auch schon mal gehört, wenn man mich gefragt hat, wie die Stadt so sei. Und wieder mal wird zur Lösung nach Finnland geschaut, wo regionale "Leuchttürme" gefördert werden. Das bedeutet u.a. mehr Investion in Hochschulen, aber auch in andere lokale Infrastruktur. Es forschen Menschen des Fachbereichs Sozialwesen der hiesigen FH darüber, und nicht nur das, sie machen auch Webseiten mit solch schönem Titel wie Menschen für Sachsen-Anhalt.
Dienstag, November 02, 2004
Der Erfinder von Lisp ist alleine deshalb für Bush, weil der nicht gegen ein Atommülllager ist: "In a Nevada speech, pandering to Nevada's bipartisan NIMBY opposition to nuclear waste storage site in Nevada, Kerry has promised that the Nevada site will be abandoned if he becomes President. This site has passed all the scientific criteria and is now in a Federal Court squabble about the Environmental impact statement. A judge has ruled that 10,000 years in the study is inadequate and 100,000 years must be studied.
I consider this position sufficient reason to prefer Bush over Kerry. Sometime in this century, the US is likely to face a choice between nuclear power and giving up individual transportation. It is important that there be some experience with new nuclear plants by that time. The other differences between Bush and Kerry are of much less importance, because other policies found to be faulty can be corrected more quickly." NUCLEAR NOW (20-Aug-2004)
Und von dem Mann trage ich gerade ein T-Shirt...
I consider this position sufficient reason to prefer Bush over Kerry. Sometime in this century, the US is likely to face a choice between nuclear power and giving up individual transportation. It is important that there be some experience with new nuclear plants by that time. The other differences between Bush and Kerry are of much less importance, because other policies found to be faulty can be corrected more quickly." NUCLEAR NOW (20-Aug-2004)
Und von dem Mann trage ich gerade ein T-Shirt...
Dienstag, Oktober 26, 2004
Enthält auch den Smashhit Sister Saviour von The Rapture: "A 320kbps MP3 version of November 2004's freely distributable Wired Magazine cover CD - includes Beastie Boys, David Byrne, Dan The Automator, Gilberto Gil, Cornelius, and many more Creative Commons-licensed tracks for remixing, spreading - unmissable." Find it at LegalTorrents.
Freitag, Oktober 22, 2004
Mein Mehrfachkollege Matthias hat jetzt wieder einen coolen Blog, sogar öffentlich und international: Strange World.
Mittwoch, September 29, 2004
Ich bin gerade in Urlaub in Spanien, für etwas mehr als eine Woche. Ich und ein Kumpel sind in Barcelona gelandet und werden in Alicante zurück fahren. Das erste Wochenende haben wir in Barcelona verbracht. Da war es ganz groß, verwinkelt und Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Familia (die noch viel unfertiger ist, als ich in Erinnerung hatte) und Tapas und Bier und ein großes Fest für eine Heilige, Mercè. Nun sind wir endlich in einem kleinen Strandort an der Costa Blanca angekommen, der uns richtig gut gefällt, Villajoyosa. Der Ort liegt zwar in der Nähe von Benidorm, wo es das höchste Hotel Europas gibt, wenn man unserem Reiseführer glauben darf. Und auch sonst ganz viele Bettenburgen. Aber hier ist es sehr beschaulich und verwinkelt und hat einen schönen Strand mit einer netten Promenade dran. Die Pension war mit 20€ für ein Doppelzimmer auch die billigste Unterkunft, die wir bisher hatten. Aber dafür war es sehr laut nachts, weil dauernd Mofas auf der Hauptstraße rumgebrettert sind. Da werden wir uns jetzt eine andere suchen. Das schöne ist hier auch, dass wir, nachdem wir Barcelona verlassen haben, endlich mal mehr als eine Nacht an einem Ort verbringen. Das erhöht die Ortskenntnis ungemein. Mein Urlaubs- und Restaurantspanisch ist übrigens nicht so super, aber bisher haben wir noch alles gefunden und bekommen, was wir wollten.
Montag, September 06, 2004
Gestern war ich auf der Werkleitz-Biennale. Die war dieses Jahr nicht in dem namensgebenden Ort Werkleitz (bzw. Tornitz) in der Nähe von Magdeburg, sondern in Halle. Dort war es im Volkspark, einem Jugendstilgebäude aus den 20er Jahren, das damals von der SPD gebaut wurde.
Ich bin vormittags nach Halle gefahren, um die Austellungsführung um 12 Uhr mitzumachen. Ich war für einen Sonntag früh dran, habe aber den Veranstaltungsort nicht so richtig gefunden per Auto, obwohl ich wusste, dass er in der Nähe der Burg Giebichenstein (der Heimat der Kunsthochschule) ist. Aber die ist leider nicht so richtig ausgeschildert. Da habe ich irgendwann die Karre abgestellt und die Straßenbahn genommen.
Die Ausstellung war sehr interessant. Eines der ersten Exponate bestand eigentlich aus mehreren Exponaten, die von den lokalen Museen angefordert worden waren. Eines dieser Exponate wiederum ist die Statue des kleinen Trompeters. Der ist nämlich tatsächlich auf dem Volksparkgelände erschossen worden. Es gibt dazu ein bekanntes Lied mit dem makabren "lustigen Rotgardistenblut". Ich kenne den kleinen Trompeter hauptsächlich aus "Helden wie wir" von Thomas Brussig.
Sonst gab es Modelle von Architekturentwürfen aus den 20er und 50er Jahren, eine Arbeit, bei der eine Künstlerin in Indien Kleidung kauft, die durch die dortige Qualitätssicherung gefallen ist und diese mit einem eigenen Label versieht, eine kritische Arbeit zu Gentechnologie, etc. Sehr interessant fand ich auch eine Künstlerin, die zwei Brachflächen in der Nähe des Volksparks geöffnet und hergerichtet hat, indem sie Müll und Gefahrenstellen beseitigt und Trampelpfade durch das wuchernde Gras angelegt hat.
Auf dem Rückweg hat mich dann ein Ehepaar straßenbahnfahrkartentechnisch adoptiert. Die konnten mit ihren Dauerkarten jemand mitnehmen und fuhren in die Richtung, wo mein Auto stand. Jetzt habe ich dadurch also einen positiven Eindruck von den Hallensern, wo mir doch letzte Woche jemand gesagt hat, dass die noch muffeliger wären als die Magdeburger.
Ich bin vormittags nach Halle gefahren, um die Austellungsführung um 12 Uhr mitzumachen. Ich war für einen Sonntag früh dran, habe aber den Veranstaltungsort nicht so richtig gefunden per Auto, obwohl ich wusste, dass er in der Nähe der Burg Giebichenstein (der Heimat der Kunsthochschule) ist. Aber die ist leider nicht so richtig ausgeschildert. Da habe ich irgendwann die Karre abgestellt und die Straßenbahn genommen.
Die Ausstellung war sehr interessant. Eines der ersten Exponate bestand eigentlich aus mehreren Exponaten, die von den lokalen Museen angefordert worden waren. Eines dieser Exponate wiederum ist die Statue des kleinen Trompeters. Der ist nämlich tatsächlich auf dem Volksparkgelände erschossen worden. Es gibt dazu ein bekanntes Lied mit dem makabren "lustigen Rotgardistenblut". Ich kenne den kleinen Trompeter hauptsächlich aus "Helden wie wir" von Thomas Brussig.
Sonst gab es Modelle von Architekturentwürfen aus den 20er und 50er Jahren, eine Arbeit, bei der eine Künstlerin in Indien Kleidung kauft, die durch die dortige Qualitätssicherung gefallen ist und diese mit einem eigenen Label versieht, eine kritische Arbeit zu Gentechnologie, etc. Sehr interessant fand ich auch eine Künstlerin, die zwei Brachflächen in der Nähe des Volksparks geöffnet und hergerichtet hat, indem sie Müll und Gefahrenstellen beseitigt und Trampelpfade durch das wuchernde Gras angelegt hat.
Auf dem Rückweg hat mich dann ein Ehepaar straßenbahnfahrkartentechnisch adoptiert. Die konnten mit ihren Dauerkarten jemand mitnehmen und fuhren in die Richtung, wo mein Auto stand. Jetzt habe ich dadurch also einen positiven Eindruck von den Hallensern, wo mir doch letzte Woche jemand gesagt hat, dass die noch muffeliger wären als die Magdeburger.
Donnerstag, September 02, 2004
Finde ich eigentlich ganz richtig, was der Computerkünstler und Science-Fiction-Autor Herbert W. Franke in Telepolis über die Rechtschreibedebatte schreibt. Obwohl Rechtschreibelexika meiner Erfahrung nach auch immer noch eine Rolle spielen neben Spellcheckern, aber da gilt halt auch, man nimmt die Rechtschreibung in der Fassung, die das Buch eben vertritt.
Dienstag, August 31, 2004
Hero ist erst vor kurzem in den Staaten in die Kinos gekommen und läuft da richtig gut. Daher kann man jetzt mal schauen, wie so ein Film rezipiert wird, den man schon gesehen hat. Es wird eine Minderheitenmeinung sein, aber ich stimme hiermit überein:
While Hero's visual effects may be entertaining, the ending will leave freedom-loving people sick to their stomachs. (TinyApps.Org)Mein Tipp: noch mal Tiger and Dragon anschauen.
Mittwoch, August 18, 2004
Gute Frage
Hat ein Kollege in Berlin gefunden. (Ist eine Werbung für eine Radio-"Morningshow". Da könnten sie mich lang suchen.)
Freitag, August 13, 2004
Stefan Aust für die "Rückname" der Rechtschreibreform (taz 10.8.04). Das ist jetzt schon der zweite Post zu diesem Thema, welches sich ja eigentlich doch erfreulich schnell totgelaufen hat. Aber es passt zu meinem tief gehegten Verdacht, dass nur sehr wenige auch nur eine der beiden Rechtschreibungen vollständig beherrschen. Wozu ich mich selbst auch nicht zähle.
Montag, August 09, 2004
Dieter E. Zimmer schrieb schon 1997 in der Zeit:
Sonderbar eigentlich. Bei früheren Umfragen in den siebziger und achtziger Jahren fand eine Bevölkerungsmehrheit immer, die geltende Rechtschreibung sei zu kompliziert und wirr und sollte zwar nicht abgeschafft, aber behutsam reformiert werden. Daß sich an diesem Urteil in der Sache viel geändert hat, ist nicht anzunehmen, und die neue Rechtschreibung entspricht diesem Wunsch ziemlich genau: Sie ist zwar nicht ideal - keine denkbare Rechtschreibung könnte je gleichzeitig so in sich logisch und so traditionsbewußt sein, daß alle ihr zustimmten -, aber ein bißchen weniger wirr als die bisherige ist sie. Etwas muß sich verändert haben, etwas Atmosphärisches.
Dienstag, August 03, 2004
Schönes Geschäftshandy von Siemens mit Tastatur: das SK65. (Kann Blackberry, also Pushemail.)
Und schöne Lifestylebilder für die Presse.
Und schöne Lifestylebilder für die Presse.
Mittwoch, Juli 28, 2004
Rechts an der Seite steht jetzt übrigens ein Link auf meine Seite auf dem kollaborativen Bookmarkserver del.icio.us. Ich benutze del.icio.us häufig anstatt der Bookmarkfunktion meines Browsers. Schöner wäre natürlich, wenn die letzten von mir gespeicherten Links direkt in dieser Seite erschienen, wie beispielsweise hier. Da muss ich aber noch daran arbeiten.
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